`:top
`!Rutil`! ist ein häufig vorkommendes `F33f`_`[Mineral`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Mineral]`_`f aus der `F33f`_`[Mineralklasse`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Systematik_der_Minerale]`_`f der „`F33f`_`[Oxide`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Oxide]`_`f und `F33f`_`[Hydroxide`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Hydroxide]`_`f“ mit der `F33f`_`[chemischen Zusammensetzung`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Chemische_Formel]`_`f TiO2 und damit chemisch gesehen `F33f`_`[Titandioxid`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Titandioxid]`_`f.
Rutil kristallisiert im `F33f`_`[tetragonalen Kristallsystem`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Tetragonales_Kristallsystem]`_`f und entwickelt meist kurz- bis langprismatische, vertikal gestreifte `F33f`_`[Kristalle`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Kristall]`_`f und sehr häufig `F33f`_`[Kristallzwillinge`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Kristallzwilling]`_`f in Form polysynthetischer, lamellarer und zyklischer Drillinge, Vierlinge und Sechslinge, aber auch körnige bis massige `F33f`_`[Mineral-Aggregate`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Mineral-Aggregat]`_`f. Die meisten Rutilkristalle sind zwischen einigen Millimetern und wenigen Zentimetern groß. Es konnten aber auch Kristalle von bis zu 25 cm Länge gefunden werden.`:cite-ref-handbookofmineralogy-4-1[`F5bf`_`[4`#cite-note-handbookofmineralogy-4]`_`f]
Die Farbe der meist durchsichtigen bis durchscheinenden Kristalle variiert zwischen rötlichbraun und kräftig rot, kann aber auch goldgelb, bläulich oder violett sein. Ebenso sind bunte Anlauffarben möglich. Die Oberflächen der Kristalle weisen einen diamantähnlichen `F33f`_`[Glanz`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Glanz]`_`f auf.
>>Contents
• `F0af`_`[Etymologie und Geschichte`#etymologie-und-geschichte]`_`f
• `F0af`_`[Klassifikation`#klassifikation]`_`f
• `F0af`_`[Kristallstruktur`#kristallstruktur]`_`f
• `F0af`_`[Eigenschaften`#eigenschaften]`_`f
• `F0af`_`[Morphologie`#morphologie]`_`f
• `F0af`_`[Farbe`#farbe]`_`f
• `F0af`_`[Chemische und physikalische Eigenschaften`#chemische-und-physikalische-eigenschaften]`_`f
• `F0af`_`[Modifikationen und Varietäten`#modifikationen-und-variet-ten]`_`f
• `F0af`_`[Bildung und Fundorte`#bildung-und-fundorte]`_`f
• `F0af`_`[Bildungsbedingungen`#bildungsbedingungen]`_`f
• `F0af`_`[Fundorte`#fundorte]`_`f
• `F0af`_`[Größte Förderländer`#gr-te-f-rderl-nder]`_`f
• `F0af`_`[Verwendung`#verwendung]`_`f
• `F0af`_`[Als Rohstoff`#als-rohstoff]`_`f
• `F0af`_`[Als Schmuckstein`#als-schmuckstein]`_`f
• `F0af`_`[Siehe auch`#siehe-auch]`_`f
• `F0af`_`[Literatur`#literatur]`_`f
• `F0af`_`[Weblinks`#weblinks]`_`f
• `F0af`_`[Einzelnachweise`#einzelnachweise]`_`f
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>>Etymologie und Geschichte
Beschrieben wurde Rutil 1803 von `F33f`_`[Abraham Gottlob Werner`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Abraham_Gottlob_Werner]`_`f, der das Mineral in Anlehnung an seine häufig vorkommende, durch `F33f`_`[Eisen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Eisen]`_`f-Verunreinigungen erzeugte, rötliche Farbe (`F33f`_`[lateinisch`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Latein]`_`f rutilus) benannte.
Bis 1795, als seine chemische Zusammensetzung bekannt wurde, wurde Rutil fälschlicherweise für ein Mineral der `F33f`_`[Turmalingruppe`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Turmalingruppe]`_`f gehalten.
>>Klassifikation
Bereits in der seit 1982 veralteten `F33f`_`[8. Auflage der Mineralsystematik nach Strunz`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Systematik_der_Minerale_nach_Strunz_(8._Auflage)]`_`f gehörte der Rutil zur Mineralklasse der „Oxide und Hydroxide“ und dort zur Abteilung der Oxide mit der allgemeinen Formel „MO2- und verwandte Verbindungen“, wo er als Namensgeber die „Rutil-Reihe“ mit der System-Nr. `*IV/D.02`* und den weiteren Mitgliedern `F33f`_`[Kassiterit`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Kassiterit]`_`f, `F33f`_`[Plattnerit`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Plattnerit]`_`f und Varlamoffit bildete.
Im zuletzt 2018 überarbeiteten und aktualisierten `*Lapis-Mineralienverzeichnis`* nach Stefan Weiß, das sich aus Rücksicht auf private Sammler und institutionelle Sammlungen noch nach dieser klassischen Systematik von `F33f`_`[Karl Hugo Strunz`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Karl_Hugo_Strunz]`_`f richtet, erhielt das Mineral die System- und Mineral-Nr. `*IV/D.02-10`*. In der „Lapis-Systematik“ entspricht der Abteilung „Oxide mit dem Stoffmengenverhältnis Metall : Sauerstoff = 1 : 2 (MO2- und Verwandte)“, wo Rutil zusammen mit `F33f`_`[Argutit`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Argutit]`_`f, Kassiterit, `F33f`_`[Paratellurit`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Paratellurit]`_`f, Plattnerit, `F33f`_`[Pyrolusit`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Pyrolusit]`_`f und Tripuhyit die „Rutil-Gruppe“ bildet.`:cite-ref-lapis-7-0[`F5bf`_`[7`#cite-note-lapis-7]`_`f]
Die seit 2001 gültige und von der `F33f`_`[International Mineralogical Association`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=International_Mineralogical_Association]`_`f (IMA) bis 2009 aktualisierte`:cite-ref-ima-liste-2009-8-0[`F5bf`_`[8`#cite-note-ima-liste-2009-8]`_`f] `F33f`_`[9. Auflage der Strunz’schen Mineralsystematik`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Systematik_der_Minerale_nach_Strunz_(9._Auflage)]`_`f ordnet den Rutil ebenfalls in die Abteilung der „Oxide mit dem Stoffmengenverhältnis Metall : Sauerstoff = 1 : 2 und vergleichbare“ ein. Diese ist allerdings weiter unterteilt nach der Größe der beteiligten `F33f`_`[Kationen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Kation]`_`f und der Kristallstruktur, so dass das Mineral entsprechend seiner Zusammensetzung und seinem Aufbau in der Unterabteilung „Mit mittelgroßen Kationen; Ketten kantenverknüpfter `F33f`_`[Oktaeder`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Oktaeder]`_`f“ zu finden ist, wo es ebenfalls als Namensgeber die „Rutilgruppe“ mit der System-Nr. `*4.DB.05`* und den weiteren Mitgliedern Argutit, Kassiterit, Plattnerit, Pyrolusit, Tripuhyit, `F33f`_`[Tugarinovit`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Tugarinovit]`_`f und Varlamoffit bildet.
Auch die `F33f`_`[Systematik der Minerale nach Dana`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Systematik_der_Minerale_nach_Dana]`_`f ordnet den Rutil in die Klasse der „Oxide und Hydroxide“ und dort in die Abteilung der „Oxide“ ein. Hier ist er zusammen mit Ilmenorutil, Strüverit, Pyrolusit, Kassiterit, Plattnerit, Argutit, Squawcreekit und `F33f`_`[Stishovit`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Stishovit]`_`f in der „Rutilgruppe (Tetragonal:`*P`*42/`*mnm`*Vorlage:Raumgruppe/136)“ mit der System-Nr. `*04.04.01`* innerhalb der Unterabteilung „`F33f`_`[Einfachen Oxide mit einer Kationenladung von 4+(AO2)`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Systematik_der_Minerale_nach_Dana/Oxide_und_Hydroxide]`_`f“ zu finden.
>>Kristallstruktur
Rutil kristallisiert `F33f`_`[tetragonal`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Tetragonal]`_`f in der `F33f`_`[Raumgruppe`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Raumgruppe]`_`f `*P`*42/`*mnm`* (Raumgruppen-Nr. 136)Vorlage:Raumgruppe/136 mit den `F33f`_`[Gitterparametern`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Gitterparameter]`_`f `*a`* = 4,59 `F33f`_`[Å`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Ångström_(Einheit)]`_`f und `*c`* = 2,96 Å sowie zwei `F33f`_`[Formeleinheiten`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Formeleinheit]`_`f pro `F33f`_`[Elementarzelle`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Elementarzelle]`_`f.
Die Rutil-Struktur ist ein häufig auftretender `F33f`_`[Strukturtyp`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Strukturtyp]`_`f für AB2-Verbindungen (`F33f`_`[Strukturbericht-Bezeichnung`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Strukturtyp]`_`f C4, `F33f`_`[Pearson-Symbol`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Pearson-Symbolik]`_`f tP6) und beruht im Gegensatz zur `F33f`_`[Fluoritstruktur`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Fluoritstruktur]`_`f `*nicht`* auf einer dichtesten `F33f`_`[Kugelpackung`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Kugelpackung]`_`f. Die Oxid-Anionen sind zwar in der Art von verzerrten und gewellten „hexagonalen“ Schichten angeordnet, wobei die Hälfte der dazwischen befindlichen `F33f`_`[Oktaederlücken`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Oktaederlücke]`_`f durch die Titan-Kationen besetzt sind, aufgrund der tetragonalen Symmetrie bilden diese gewellten Schichten jedoch keine dichteste Kugelpackung aus.
Die `F33f`_`[Kristallstruktur`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Kristallstruktur]`_`f lässt sich daher besser als eine tetragonale Stabpackung aus Strängen kantenverknüpfter [TiO6]-`F33f`_`[Oktaeder`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Oktaeder]`_`f (gemäß der `F33f`_`[Niggli-Schreibweise`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Niggli-Formel]`_`f: [TiO4/2O2/1]) beschreiben, die parallel der kristallographischen `*c`*-Achse verlaufen. Die Stränge sind weiterhin über gemeinsame Ecken zu einem dreidimensionalen [TiO6/3]-Netzwerk verknüpft, woraus sich gekürzt die `F33f`_`[Summenformel`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Summenformel]`_`f TiO2 ergibt. Die oktaedrisch von Sauerstoffatomen umgebenen Titan-Kationen weisen damit die `F33f`_`[Koordinationszahl`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Koordinationszahl]`_`f 6 auf, während die Oxid-Anionen von drei Titanatomen in einer leicht verzerrten trigonal planaren Anordnung umgeben sind (Koordinationszahl 3).
Eine Reihe weiterer `F33f`_`[anorganischer`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Anorganisch]`_`f Verbindungen kristallisiert ebenfalls in der Rutil-Struktur, darunter die `F33f`_`[Oxide`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Oxide]`_`f `F33f`_`[NbO2`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Niob(IV)-oxid]`_`f, TaO2, `F33f`_`[MnO2`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Mangan(IV)-oxid]`_`f und `F33f`_`[SnO2`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Zinn(IV)-oxid]`_`f sowie die `F33f`_`[Fluoride`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Fluoride]`_`f `F33f`_`[CrF2`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Chrom(II)-fluorid]`_`f, `F33f`_`[MnF2`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Mangan(II)-fluorid]`_`f, `F33f`_`[FeF2`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Eisen(II)-fluorid]`_`f, `F33f`_`[CoF2`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Cobalt(II)-fluorid]`_`f, `F33f`_`[NiF2`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Nickel(II)-fluorid]`_`f, `F33f`_`[CuF2`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Kupfer(II)-fluorid]`_`f und `F33f`_`[ZnF2`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Zinkfluorid]`_`f.
>>Eigenschaften
>>>Morphologie
Rutil bildet häufig prismatische Kristalle mit dicksäuligem bis feinnadeligem `F33f`_`[Habitus`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Kristallhabitus]`_`f, an denen oft die Flächenformen {110} und {010} vorherrschen und deren Kristallflächen parallel [001] gestreckt und gestreift sind. Neben vielen anderen Formen kommen auch ditetragonale Prismen vor.
In feinnadeliger bis faseriger Form eingeschlossen, ist Rutil für den unter anderem für den bei `F33f`_`[Saphiren`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Saphir]`_`f und `F33f`_`[Rubinen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Rubin]`_`f vorkommenden `F33f`_`[Asterismus`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Asterismus_(Mineralogie)]`_`f (`*Lichtstern`*) verantwortlich. In mikroskopischen Einschlüssen kann er neben `F33f`_`[Hämatit`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Hämatit]`_`f und anderen Mineraleinschlüssen die vor allem bei Quarzen beobachteten „Phantomkristalle“ betonen.
`F33f`_`[Zwillingsbildungen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Kristallzwilling]`_`f sind bei Rutil allgemein anzutreffen, die sich nach zwei Gesetzen bilden können: Besonders häufig kommen Zwillinge, Drillinge und polysynthetische Viellinge in lamellarer oder zyklischer Form nach (101) vor, wobei die Individuen unter einem Winkel von 65°35′ aneinanderstoßen. Charakteristisch sind dabei vor allem knie- bzw. `F33f`_`[visierförmige`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Visier_(Helm)]`_`f und V-förmige Zwillingsbildungen und sogar Sechslinge, die geschlossene Ringe bilden. Seltener sind Zwillinge nach (301) in Herzform, deren Vertikalachsen sich unter 54°44′ treffen. Beide Gesetze können auch gleichzeitig auftreten und dadurch ein gitter- oder netzförmige Aggregate bilden, die als `*Sagenit`* bezeichnet werden.
>>>Farbe
Rutil kann in verschiedenen Farben auftreten, am häufigsten findet er sich aber in rötlichbrauner bis kräftig roter und schwarzer Farbe. Als `F33f`_`[Inklusionen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Inklusion_(Mineralogie)]`_`f (Einschlüsse) in anderen Mineralen – wie beispielsweise in `F33f`_`[Quarz`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Quarz]`_`f – glänzt Rutil auch in kräftig goldgelber Farbe und wird in dieser Form als `*Venushaar`* bezeichnet und gern zu `F33f`_`[Schmucksteinen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Schmuckstein]`_`f verarbeitet. Selten dagegen treten bläuliche oder violette Farbtöne auf.
>>>Chemische und physikalische Eigenschaften
Rutil ist säureunlöslich und vor dem `F33f`_`[Lötrohr`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Lötrohr]`_`f unschmelzbar. In Reinform ist er schwach `F33f`_`[paramagnetisch`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Paramagnetismus]`_`f mit einer spezifischen `F33f`_`[magnetischen Suszeptibilität`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Magnetische_Suszeptibilität]`_`f (Massensuszeptibilität) von 7,7·10−7 emu/Oe·mg, enthält er dagegen zusätzlich `F33f`_`[Eisen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Eisen]`_`f, wird er `F33f`_`[antiferromagnetisch`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Antiferromagnetismus]`_`f`:cite-ref-talut-5-1[`F5bf`_`[5`#cite-note-talut-5]`_`f].
>>Modifikationen und Varietäten
Rutil ist die bedeutendste und einzige bei hohen Temperaturen stabile `F33f`_`[Modifikation`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Polymorphie_(Stoffeigenschaft)]`_`f des `F33f`_`[Titandioxids`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Titandioxid]`_`f. Die beiden anderen sind `F33f`_`[Anatas`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Anatas]`_`f und `F33f`_`[Brookit`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Brookit]`_`f.
`*Sagenit`* wird eine Rutil`F33f`_`[varietät`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Varietät_(Mineralogie)]`_`f genannt, die flache, netz- bis gitterartige Verwachsungen von nadelartigen feinen Rutilzwillingen aufweist. Sie wird auch als `F33f`_`[epitaktische`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Epitaxie]`_`f (orientierte) Verwachsung bezeichnet.
`*Nigrin`* ist die Bezeichnung für einen `F33f`_`[eisenhaltigen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Eisen]`_`f, schwarzen Rutil.
>>Bildung und Fundorte
>>>Bildungsbedingungen
Rutil bildet sich als Hochtemperatur- und Hochdruckmineral sowohl `F33f`_`[magmatisch`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Magmatisches_Gestein]`_`f wie auch `F33f`_`[metamorph`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Metamorphes_Gestein]`_`f und ist als `F33f`_`[akzessorischer`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Akzessorien]`_`f Bestandteil in vielen `F33f`_`[Gesteinen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Gestein]`_`f zu finden, so unter anderem auch als `F33f`_`[Seifenmineral`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Seife_(Geologie)]`_`f in `F33f`_`[Flusssedimenten`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Fluviatiles_Sediment]`_`f. Entsprechend ist Rutil mit vielen anderen Mineralen `F33f`_`[vergesellschaftet`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Paragenese]`_`f anzutreffen, wie neben den bereits erwähnten weiteren TiO2-Modifikationen Anatas und Brookit unter anderem noch `F33f`_`[Adular`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Adular]`_`f, `F33f`_`[Albit`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Albit]`_`f, `F33f`_`[Apatit`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Apatit]`_`f, `F33f`_`[Calcit`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Calcit]`_`f, `F33f`_`[Chloriten`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Chloritgruppe]`_`f, `F33f`_`[Ilmenit`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Ilmenit]`_`f, `F33f`_`[Pyrophyllit`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Pyrophyllit]`_`f, `F33f`_`[Titanit`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Titanit]`_`f und Quarz. Mit Hämatit bildet Rutil zudem `F33f`_`[epitaktische`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Epitaxie]`_`f Verwachsungen.
Rutil kommt in Eklogiten vor und ist die dominierende Ti-Phase in Granat-Amphiboliten.
>>>Fundorte
Als häufige Mineralbildung ist Rutil an vielen Orten weltweit anzutreffen, wobei bisher rund 5900 Fundorte dokumentiert sind (Stand 2019).`:cite-ref-mindatanzahl-9-0[`F5bf`_`[9`#cite-note-mindatanzahl-9]`_`f]
Erwähnenswert aufgrund seiner außergewöhnlichen Mineralfunde sind unter anderem die „Graves Mountain Mine“ im US-amerikanischen `F33f`_`[Lincoln County (Georgia)`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Lincoln_County_(Georgia)]`_`f, in der bis zu 15 cm große Kristalle zutage traten. Aus der „Cavradi-Schlucht“ bei `F33f`_`[Sedrun`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Sedrun]`_`f im Schweizer `F33f`_`[Kanton Graubünden`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Kanton_Graubünden]`_`f sowie der Gemeinde Ibitiara im brasilianischen Bundesstaat `F33f`_`[Bahia`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Bahia]`_`f kennt man besonders schöne Rutil-Hämatit-`F33f`_`[Epitaxien`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Epitaxie]`_`f. Zudem werden in Ibitiara sowie in der zum Bundesstaat `F33f`_`[Minas Gerais`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Minas_Gerais]`_`f gehörenden Gemeinde `F33f`_`[Itabira`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Itabira]`_`f häufig Rutil-`F33f`_`[Inklusionen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Inklusion_(Mineralogie)]`_`f in `F33f`_`[Rauchquarz`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Rauchquarz]`_`f entdeckt. Große knie- bzw. visierförmige Kristallzwillinge bis etwa 7 cm Größe fanden sich bei `F33f`_`[Golčův Jeníkov`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Golčův_Jeníkov]`_`f und `F33f`_`[Soběslav`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Soběslav]`_`f in Tschechien.`:cite-ref-d-rfler-10-0[`F5bf`_`[10`#cite-note-d-rfler-10]`_`f] Kristalle von bis zu 3 cm Durchmesser und 5 cm Länge fanden sich in der `F33f`_`[Lagerstätte`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Lagerstätte]`_`f `*Paragatschaj`* auf dem Berg Kapudschuk, `F33f`_`[Autonome Republik Nachitschewan`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Autonome_Republik_Nachitschewan]`_`f in `F33f`_`[Aserbaidschan`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Aserbaidschan]`_`f.
In Deutschland konnte Rutil vor allem in einigen Regionen des `F33f`_`[Schwarzwaldes`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Schwarzwald]`_`f (Baden-Württemberg), im `F33f`_`[Fichtelgebirge`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Fichtelgebirge]`_`f, `F33f`_`[Spessart`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Spessart]`_`f, `F33f`_`[Bayerischen Wald`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Bayerischer_Wald]`_`f und `F33f`_`[Oberpfälzer Wald`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Oberpfälzer_Wald]`_`f (Bayern), `F33f`_`[Hessen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Hessen]`_`f, `F33f`_`[Niedersachsen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Niedersachsen]`_`f, im nordrhein-westfälischen `F33f`_`[Siebengebirge`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Siebengebirge]`_`f, der `F33f`_`[Eifel`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Eifel]`_`f (Rheinland-Pfalz), im `F33f`_`[Saarland`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Saarland]`_`f, im sächsischen `F33f`_`[Erzgebirge`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Erzgebirge]`_`f, `F33f`_`[Schleswig-Holstein`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Schleswig-Holstein]`_`f und `F33f`_`[Thüringen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Thüringen]`_`f nachgewiesen werden.
In Österreich fand sich das Mineral im `F33f`_`[Burgenland`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Burgenland]`_`f, auf alpinen Klüften in vielen Regionen `F33f`_`[Kärntens`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Kärnten]`_`f, `F33f`_`[Salzburgs`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Salzburg]`_`f und der `F33f`_`[Steiermark`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Steiermark]`_`f, in einigen Regionen `F33f`_`[Niederösterreichs`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Niederösterreich]`_`f und `F33f`_`[Tirols`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Tirol_(Bundesland)]`_`f sowie in `F33f`_`[Oberösterreich`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Oberösterreich]`_`f und in `F33f`_`[Vorarlberg`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Vorarlberg]`_`f.
In der Schweiz trat Rutil vor allem auf alpinen Klüften in den Kantonen `F33f`_`[Graubünden`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Kanton_Graubünden]`_`f, `F33f`_`[Tessin`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Kanton_Tessin]`_`f und `F33f`_`[Wallis`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Kanton_Wallis]`_`f auf.
Auch in Gesteinsproben des `F33f`_`[Mittelatlantischen Rückens`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Mittelatlantischer_Rücken]`_`f und des `F33f`_`[Südwestindischen Rückens`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Zentralindischer_Rücken]`_`f und außerhalb der Erde auf dem `F33f`_`[Mond`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Mond]`_`f, genauer im `F33f`_`[Fra-Mauro-Hochland`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Fra_Mauro_(Mondkrater)]`_`f, konnte Rutil gefunden werden.`:cite-ref-fundorte-11-0[`F5bf`_`[11`#cite-note-fundorte-11]`_`f]
>>>Größte Förderländer
Weltweit werden die Abbau-Reserven für die wichtigsten Titanminerale Ilmenit und Rutil auf 750 Millionen Tonnen geschätzt, wobei der Rutilanteil nur 49 Millionen Tonnen beträgt. Die größten bekannten Rutilreserven hat dabei mit Abstand `F33f`_`[Australien`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Australien]`_`f (31 Mio. Tonnen), gefolgt von `F33f`_`[Indien`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Indien]`_`f (7,4 Mio. Tonnen), `F33f`_`[Südafrika`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Südafrika]`_`f (6,5 Mio. Tonnen) und der `F33f`_`[Ukraine`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Ukraine]`_`f (2,5 Mio. Tonnen). In diesen 4 Ländern befinden sich 2022 fast 97 % der bekannten Rutilreserven. Abgebaut wurden 2020 global ca. 605.000 Tonnen Rutil. Hauptförderländer waren Australien, `F33f`_`[Sierra Leone`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Sierra_Leone]`_`f, Ukraine und Südafrika.`:cite-ref-usgs-2022-12-0[`F5bf`_`[12`#cite-note-usgs-2022-12]`_`f] Einen Überblick gibt die folgende Tabelle.
`t
| Land | 2019 | 2020 |
|---|---|---|
| | (in Tonnen als TiO 2 -Gehalt) | (in Tonnen als TiO 2 -Gehalt) |
| Australien Australien | 200.000 | 190.000 |
| Indien Indien | 11.000 | 11.000 |
| Kenia Kenia | 74.000 | 73.000 |
| Madagaskar Madagaskar | n.bek. | 8.000 |
| Mosambik Mosambik | 6.000 | 6.000 |
| Senegal Senegal | 9.000 | 9.000 |
| Sierra Leone Sierra Leone | 129.000 | 114.000 |
| Sudafrika Südafrika | 110.000 | 86.000 |
| Ukraine Ukraine | 94.000 | 95.000 |
| Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten | n.bek. 1 | n.bek. 1 |
| Vereinte Nationen Andere Länder | 21.000 | 13.000 |
| Gesamt (gerundet) | 654.000 | 605.000 |
`t
Die USA geben ihren Rutilabbau zusammen mit dem Ilmenitabbau als ca. 100.000 Tonnen an
>>Verwendung
>>>Als Rohstoff
Rutil ist mit einem `F33f`_`[Metall`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Metalle]`_`f-Gehalt von etwa 60 % nach `F33f`_`[Ilmenit`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Ilmenit]`_`f das bedeutendste `F33f`_`[Titan`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Titan_(Element)]`_`f-Mineral.
`F33f`_`[Titandioxid`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Titandioxid]`_`f in der Rutil-Modifikation wird aufgrund der hohen Lichtbrechung als Weiß`F33f`_`[pigment`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Pigment]`_`f verwendet. Außerdem dient er allein oder in Verbindung mit `F33f`_`[Zellulose`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Zellulose]`_`f als Umhüllung von `F33f`_`[Elektroden`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Elektrode]`_`f für das `F33f`_`[Lichtbogenschweißen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Schweißen]`_`f, die das Schweißen verbessert oder erst ermöglicht.
Aufgrund seiner `F33f`_`[Halbleitereigenschaften`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Halbleiter]`_`f findet Rutil in der Farbstoffsolarzelle, der sogenannten `F33f`_`[Grätzel-Zelle`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Grätzel-Zelle]`_`f, Verwendung. Seine `F33f`_`[Bandlücke`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Bandlücke]`_`f beträgt etwa 3,0 eV, es kann daher Licht mit einer Wellenlänge kleiner als etwa 400 nm absorbieren.
>>>Als Schmuckstein
Natürlicher Rutil wird nur gelegentlich von Sammlern zu `F33f`_`[Schmucksteinen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Schmuckstein]`_`f verarbeitet, da er meist zu kleine Kristalle ausbildet. Synthetischer Rutil dagegen wird seit 1948 unter dem Handelsnamen „Titania“`:cite-ref-schumann-13-0[`F5bf`_`[13`#cite-note-schumann-13]`_`f] oder „Diamonit“ (nicht zu verwechseln mit `*Diamondit`*!) als `F33f`_`[Diamantimitation`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Diamant]`_`f verkauft, wobei er dessen Glanz durch sechsmal so hohe `F33f`_`[Dispersion`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Dispersion_(Physik)]`_`f (`*Feuer`*) sogar weit übertrifft.`:cite-ref-plaar-14-0[`F5bf`_`[14`#cite-note-plaar-14]`_`f]
Gern zu Schmucksteinen verarbeitet werden auch in anderen Mineralen `F33f`_`[eingeschlossene`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Inklusion_(Mineralogie)]`_`f Rutilnadeln, die neben dem goldenen Glanz auch für verschiedene optische Effekte wie beispielsweise `F33f`_`[Asterismus`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Asterismus_(Mineralogie)]`_`f (sternförmige Lichtreflexe) und `F33f`_`[Chatoyance`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Chatoyance]`_`f (Katzenaugeneffekt) sorgen.
>>Siehe auch
• `F33f`_`[Liste der Minerale`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Liste_der_Minerale]`_`f
>>Literatur
• `F33f`_`[Friedrich Klockmann`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Friedrich_Klockmann]`_`f: Klockmanns Lehrbuch der Mineralogie. Hrsg.: `F33f`_`[Paul Ramdohr`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Paul_Ramdohr]`_`f, `F33f`_`[Hugo Strunz`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Karl_Hugo_Strunz]`_`f. 16. Auflage. Enke, Stuttgart 1978, ISBN 3-432-82986-8, S. 529–531 (Erstausgabe: 1891).
• Martin Okrusch, Siegfried Matthes: Mineralogie. Eine Einführung in die spezielle Mineralogie, Petrologie und Lagerstättenkunde. 7., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage. Springer, Berlin [u. a.] 2005, ISBN 3-540-23812-3, S. 55–56.
>>Weblinks
Commons
: Rutile
– Sammlung von Bildern
• `*Rutil.`* In: `*`F33f`_`[Mineralienatlas`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Mineralienatlas]`_`f Lexikon.`* Geolitho Stiftung, abgerufen am 13. Juli 2021.
>>Einzelnachweise
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`:cite-note-webmineral-2`!2.`! David Barthelmy: `*Mineral Data.`* In: `*webmineral.com.`* Abgerufen am 13. Juli 2021 (englisch).
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